Rezension: „Seitenwechsel“ – Michael Römling

19 Okt

Seitenwechsel

Seitenwechsel
Roman
Erschienen: 01.06.14
448 Seiten
Hardcover
€ 17,95
ISBN: 9783649615170

Coppenrath

 

 

 

 

Brillant und fesselnd erzählt!

Sommer 1961 – kurz vor Bau der Berliner Mauer: Der junge Biologiestudent Bernhard, der mit seinem Bruder Julius in Ostberlin wohnt, findet im Wald Spuren eines Luchses. Zu Gesicht hat den Luchs allerdings bisher noch niemand bekommen. Deshalb beschließt Bernhard mit seinem Kumpel Georg über Nacht in den Wald zu fahren um den Luchs in eine selbstkonstruierte Fotofalle zu locken. Doch was sie in dieser Nacht beobachten, ist nicht nur mysteriös, sondern auch gefährlich. Nur knapp entkommen Bernhard und Georg dem sicheren Tod. Sie können sich in das Haus von Bernhard’s Vater flüchten. Doch dort wartet eine schockierende Überraschung – Bernhard findet seinen Vater erhängt im Wohnzimmer. Durch die zuvor durchlebten Ereignisse, kann Bernhard an einen Selbstmord nicht glauben und er beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Ehe sie sich versehen, stecken Bernhard und Julius mitten in einer Sache, die weit über ihre Vorstellungskraft hinaus geht. Und dann rückt ihnen auch noch die Stasi auf die Pelle.

Der Autor Michael Römling hat mit „Seitenwechsel“ einen spannenden Spionageroman kreiert, der nicht nur Jugendliche in seinen Bann zieht. Die Aufklärung des Todes von Julius und Bernhard’s Vater, wird perfekt mit den damals geschichtlichen Geschehnissen verwoben und man bekommt einen Eindruck davon wie es war im Berlin von 1961 zu Leben. Michael Römling inszeniert gekonnt die richtige Stimmung und durch den brillanten Schreibstil, ist man sofort in der Geschichte gefangen.

Die von ihm gewählten Charaktere geben der Geschichte die nötige Tiefe und Glaubwürdigkeit. So erzählt der Roman nicht einfach nur vom kalten Krieg 1961, sondern auch wie es war, wenn man im Osten oder Westen Berlins gelebt hat. Dies erfährt man durch die Freundschaft von Bernhard, Georg, Julius und Jack. Bernhard und Julius, die in Ostberlin wohnen, Georg der aus dem Westen kommt und Jack, der als Amerikaner für die Berliner Brigade arbeitet. Durch die wechselnde Erzählperspektive bekommt man Einblicke von allen beteiligten Seiten und kann die Geschehnisse von 1961 im Ganzen zusammenhängend verstehen.

Ich hätte nie gedacht, dass ich unsere Geschichte einmal so spannend finden könnte. Dank dieses Romans betrachte ich die Zeit von damals mit ganz anderen Augen. Das liegt natürlich auch daran, weil Michael Römling  die Szenen, Dialoge, Emotionen und Stimmungen so gekonnt professionell beschreiben kann. Sehr stimmungsvoll sind auch die Szenen in den Jazzclubs des Westens. Mir gefällt es, dass Musik in diesem Roman eine gewisse Rolle spielt. Die Schallplatte auf dem Buchcover hat also eine Bedeutung und auch der Titel „Seitenwechsel“ hätte nicht besser gewählt werden können.

Mich konnte das Buch restlos überzeugen. Ich habe schon lange keinen so spannenden Roman mehr gelesen. Eine absolute Leseempfehlung.

Fazit:

 
Garantiert fesselnd – man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen!

 

 

5

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