Rezension: „Jake Djones und die Hüter der Zeit“ – Damian Dibben

27 Okt

 

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

352 Seiten

ISBN: 978-3-7645-3093-8

empf. VK-Preis: € 16,99 [D]

Verlag: Penhaligon

 

 

 

 

 

Eine perfekte Filmvorlage

Jake Djones ist ein ganz normaler Teenager. Doch als er eines Tages von 2 fremden Männern gekidnapped wird, gerät seine gewohnte Welt ins schwanken. Er wird gegen seinen Willen in die Londoner Zentrale der Geschichtshüter verschleppt. Jake hat keinen blassen Schimmer warum dies alles geschieht. Doch als man ihm klarmachen möchte, dass seine Eltern in der Vergangenheit verschollen sind und ihm eröffnet, dass auch er ein Zeitreisender ist, keimt Neugierde in Jake auf und ein großes Abenteuer beginnt.

Die Einführung in das Buch ist sehr spannend und bildhaftig geschrieben. Ich war sofort gefangen und hing an den Worten des Autors fest. Ich freute mich auf ein tolles Abenteuer. Doch schon nach einigen Kapiteln war der Funke erloschen. Ich merkte wie meine Gedanken abschweiften und ich immer wieder neu ansetzen musste. Eigentlich sehr schade, da die Idee toll ist und auch der Schreibstil des Autors überzeugt. Doch was mich wirklich gestört hat, ist die Oberflächlichkeit der Charaktere. Es wird nicht wirklich auf die Personen eingegangen und es fehlt jeglicher Tiefgang. Das scheint mir auch die Schwachstelle des Autors zu sein, er hat Probleme authentische Protagonisten zu schaffen. So werden die Charaktere mit überladenen und klischeebehafteten Eigenschaften dargestellt. Ich konnte mir so manches Augenrollen nicht verkneifen. Eine weitere Schwachstelle ist, dass immer wieder Fragezeichen in meinem Inneren erschienen sind, wenn mal wieder etwas total unlogisch war. Die Idee der Zeitreise an sich ist echt toll und auch mal was ganz anderes, doch leider versäumt es der Autor darauf näher einzugehen und zu erklären wie alles genau funktioniert. Ich hatte auch desöfteren den Eindruck, dass Damian Dibben sich zu manchen Dingen einfach zu wenig Gedanken gemacht hat. Wie kann es sein, dass man an nur einem Tag von Venedig über die Alpen bis nach Deutschland kommt, in einer Zeit in der es noch keine Autos oder ausgebaute Straßen gab?

Was dem Autor wirklich positiv anzurechnen ist: er schafft es durch seine Worte, dass ein unglaublich lebendiger Film vor dem inneren Auge abläuft. Hier merkt man einfach, dass Damian Dibben aus der Filmbranche kommt. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass der Film zu diesem Buch ein deutlich besserer werden wird als das Buch selbst.

Als Fazit kann ich sagen:
Für Jugendliche bis 16 sicherlich ein spannungsreiches und lohnendes Buch. Für Erwachsene hingegen durch voraussehbare Abläufe und den oben genannten Schwachstellen eher weniger. Außer man möchte was leichtes, ohne viel Tiefgang für Zwischendurch. Ich habe 3 Sterne vergeben, da es ein Buch für Jugendliche ist und man es aus dieser Perspektive betrachten muss. Wäre es ein Buch für Erwachsene, hätte ich sicherlich weniger Sterne vergeben.

3

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