Rezension: „In Frühlingsnächten“ – Jetta Carleton

31 Aug

 

Flexibler Einband

ISBN 9783462043945

317 Seiten

Gegenwartsliteratur

Erscheinungsdatum Erstausgabe: 09.03.2012

bei Kiepenheuer & Witsch

 

 

 

 

Dieses Buch, ein verschollen geglaubter Juwel – zum Glück entdeckt und veröffentlicht

Allen Liles hat einen großen Traum. Nach dem Studium möchte sie dem ländlich, idyllischen Leben Missouris den Rücken kehren um in New York als Schriftstellerin Fuß zu fassen. Doch die plötzliche Geldknappheit ihrer Mutter, zwingt Allen dazu ihr Studium zu unterbrechen und selbst Geld zu verdienen. So nimmt Allen’s Lehrerkarriere ihren Lauf als ihre Mutter, selbst renommierte Lehrerin, ihr zum ersten Job in einer Schule verhilft, wo sie eine Zeit lang unterrichtet. Trotz fehlendem Abschluss, bekommt sie eine Anstellung an einem College und es scheint so als erwartet sie ein schönes, sicheres und vollkommenes Leben. Sie ist noch jung, erst 24, was sie bei den nur ein paar Jahre jüngeren Schülern sehr beliebt macht. In einem freiwilligen Seminar möchte sie ihre große Leidenschaft zur Literatur an die Schüler weitergeben. Es wird über Shakespear und andere großartige Lyriker diskutiert – auch außerhalb der Schule. So kommt es, dass sie zu einigen Schülern eine Art freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Was völlig harmlos und ohne Hintergedanken beginnt, könnte plötzlich eine Gefahr für ihre Karriere darstellen.

„In Frühlingsnächten“ heißt dieser wunderschöne Roman von Jetta Carleton. Ein Titel der die Stimmung und Handlung des Buches perfekt zum Ausdruck bringt! Die Leichtigkeit und Unbefänglichkeit des Frühlings findet sich auch im Schreibstil der Autorin wieder. Durch die realitätsnahe Beschreibung der Protagonisten fällt es einem sehr leicht in die Geschichte zu finden und dem Leben von Allen Liles zu lauschen, welches so zart und dezent zwischen den Zeilen hervorströmt. Es geht um den Wunsch nach Freiheit, darum seine Träume zu verwirklichen und nicht vom eigentlichen Weg abzukommen.

Eine unglaublich bezaubernde Hommage, nicht nur an die Literatur, sondern hauptsächlich an das Leben selbst. Und wenn man aufmerksam genug hinhört, kann man die tiefgründigen Gedanken fassen, die noch lange danach in einem hallen.

5

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