Rezension „Das Ende der Unschuld“ – Megan Abbott

30 Aug


Fester Einband
ISBN 9783462043907 
286 Seiten
Gegenwartsliteratur
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 28.02.2012 
bei Kiepenheuer & Witsch 












Eine mitreißende Geschichte, die ein düsteres Geheimnis verbirgt  

Evie und Lizzie sind beste Freundinnen seit sie denken können. Sie verbringen jede freie Minute miteinander, teilen alles, kennen sich in und auswendig und haben keine Geheimnisse voneinander. Bis Evie eines Tages spurlos verschwindet und Lizzie plötzlich allein da steht. Was macht man wenn einem seine beste Freundin weggenommen wird? In Lizzie kommen Zweifel auf, hat sie ihre beste Freundin wirklich so gut gekannt? Gibt es da etwas, was sie ihr verschwiegen hat? Ist es nicht so, dass sie sich in letzter Zeit verändert haben? Diese und andere Gedanken schwirren Lizzie seit Evie’s Verschwinden durch den Kopf. Sie möchte endlich die Wahrheit herausfinden und stößt dabei auf vermeintliche Spuren, welche die Polizei übersehen hat. Doch was nur ist mit Evie geschehen?

Megan Abbott bringt in ihrem Roman „Das Ende der Unschuld“ verschiedene Themen unter einen Hut. Sie schreibt über das Erwachsenwerden, tiefe Freundschaft, Veränderung, Familenprobleme, Probleme mit der Pupertät, Liebe und das Schrecken von Entführung mit all ihren Folgen. Ihr Schreibstil wirkt anfänglich sehr ungewöhnlich, da die Erzählperspektive der 13-jährigen Lizzie gewählt wurde, was einem manchmal etwas kindisch erscheint und dann wieder erwachsen. Später erkennt man aber, dass die Autorin ihr Handwerk souverän gemeistert hat; da der Erzählstil das Gefühl des Zerissenseins eines Teenagers perfekt zur Geltung bringt. Dieser Schwebezustand zwischen Kindheit und Erwachsensein wird hier eindrücklich beschrieben. Die Entdeckung der Sexualität in diesem Alter spielt natürlich auch eine sehr große Rolle und welch Verwirrung sie in einem dabei hervorruft.

Mir hat das Buch super gut gefallen und es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Spannung wird konsequent aufrecht erhalten und man möchte unbedingt wissen was mit Evie geschehen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch solch ernste Themen und tiefgründige Gedankengänge aufweist. Es hat den Anschein, dass das eigentliche Verschwinden den Mittelpunkt der Geschichte ausmacht, doch steckt dahinter so viel mehr und am Ende ergibt alles einen Sinn. Ein Lob an die Autorin – sehr gut erzählt und auf jeden Fall mal etwas anderes! Von meiner Seite aus empfehlenswert!

Ein Abschlusszitat….
Wenn man etwas sehr begehrt, dann biegt man es sich so zurecht. Manche Erinnerungen sind selbstgesponnene Erfindungen

4

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